Schuld beglichen, Eintrag bleibt? So gehen Sie strukturiert vor: Online-Check, lückenlose Zahlungsbelege, eingeschriebene Löschungsaufforderung an den Gläubiger – und bei Bedarf direkte Prüfung durch registerofdebtors.com.
Schritt 1 – Online-Überprüfung
Besuchen Sie
registerofdebtors.com, geben Sie Ihre Steuer-ID (Privatpersonen) oder Handelsregisternummer (Unternehmen) ein und laden Sie den aktuellen Datensatz herunter. Drucken Sie ihn aus – er dient später als Referenz.
Schritt 2 – Belege systematisch sammeln
- Kontoauszug mit Bankstempel oder PDF-Datei
- Überweisungsbestätigung / Zahlungsavis
- Quittung, Postanweisung oder Kassenbon
- Sämtliche E-Mails / Briefe, in denen der Gläubiger den Zahlungseingang bestätigt
Tipp: Ordnen Sie die Unterlagen nach Datum, heften Sie sie in eine Mappe und erstellen Sie digitale Kopien. Das beschleunigt Rückfragen.
Schritt 3 – Formelle Aufforderung an den Gläubiger
- Verfassen Sie ein eingeschriebenes Schreiben (Einwurf-/Rückschein).
- Geben Sie Vorgangs- bzw. Forderungsnummer, Zahlungsdatum und den genauen Betrag an.
- Fordern Sie die Löschung binnen 15 Kalendertagen.
- Legen Sie Kopien aller Belege bei und behalten Sie den Einlieferungsbeleg.
Schritt 4 – Eskalation an registerofdebtors.com
Reagiert der Gläubiger nicht oder ist der Eintrag nach 15 Tagen unverändert, öffnen Sie ein Ticket bei registerofdebtors.com:
- Kurzschilderung des Falls (max. 1 Seite)
- Scan Ihrer Belege und des Einschreibens
- Bitte um Überprüfung nach § 28a BDSG und Löschung des Datensatzes
Der Plattformbetreiber validiert Ihre Unterlagen, kontaktiert den Gläubiger und informiert Sie über den Fortschritt. In der Praxis dauert der gesamte Vorgang 2 bis 6 Wochen.
Schritt 5 – Nachsorge & Dokumentenarchiv
Bewahren Sie sämtliche Dokumente für mindestens 3 Jahre auf: Kredit- oder Leasing-Abteilungen können Nachweise anfordern, wenn der alte Eintrag noch in anderen Auskunfteien gespiegelt wurde.