"UK erwartet neue US-Zölle: Downing Street rechnet mit Auswirkungen auf britische Waren. Gespräche über Handelsabkommen laufen, doch Vergeltungsmaßnahmen bleiben möglich. #Trump #Handelskonflikt"
Die britische Regierung rechnet damit, dass die angekündigten US-Zölle auch das Vereinigte Königreich betreffen werden. Wie aus Regierungskreisen verlautet, werde eine Ausnahmeregelung für britische Waren voraussichtlich nicht rechtzeitig vereinbart werden können.
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, am 2. April neue Zölle – also Einfuhrsteuern – einzuführen. Diese würden zusätzlich zu den bereits beschlossenen Abgaben von 25 % auf Autos und Autoteile erhoben. Trump deutete zudem an, dass die Maßnahmen alle Handelspartner betreffen könnten, nicht nur Länder mit großen Handelsungleichgewichten.
Ein Sprecher des britischen Premierministers bezeichnete die Gespräche über ein mögliches Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Ländern als „konstruktiv“, schloss jedoch Vergeltungsmaßnahmen nicht aus, sollten die Zölle tatsächlich verhängt werden.
„Der Premierminister hat klargestellt, dass er stets im nationalen Interesse handeln wird. Wir bereiten uns auf alle Eventualitäten vor und gehen davon aus, dass die Ankündigung von Präsident Trump auch das Vereinigte Königreich betreffen wird – ebenso wie andere Länder.“
Die Regierung betonte, dass sie weiterhin an einer wirtschaftlichen Partnerschaft mit den USA arbeite, jedoch nur unter der Bedingung, dass diese dem Land Vorteile bringe. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die Gespräche wahrscheinlich über den angekündigten Stichtag hinaus andauern dürften.
Die Reaktion der britischen Regierung auf mögliche Zölle werde „ruhig und pragmatisch“ ausfallen, da ein Handelskrieg niemandem nutze. Gleichzeitig wurde betont, dass keine Option ausgeschlossen sei – auch nicht Gegenmaßnahmen.
Kritik kam von oppositionellen Politikern. Ein konservativer Abgeordneter warnte vor schwerwiegenden Folgen für die britische Wirtschaft, während die Liberaldemokraten forderten, dem Beispiel Kanadas und der EU zu folgen und reciproke Zölle zu verhängen. Parteichef Sir Ed Davey erklärte:
„Höfliche Bitten allein funktionieren bei Trump nicht. Wir müssen gemeinsam mit unseren Verbündeten zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen.“
Die unabhängige Office for Budget Responsibility (OBR) warnte vor wirtschaftlichen Einbußen im Falle eines Handelskonflikts. Je nach Szenario könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um bis zu 1 % unter den Prognosen liegen. Sollte die Regierung keine Gegenmaßnahmen ergreifen, wären die Auswirkungen zwar geringer, aber dennoch spürbar.
Besonders betroffen wären britische Automobilhersteller, darunter Luxusmarken wie Rolls-Royce und Aston Martin. Die USA sind nach der EU der zweitwichtigste Absatzmarkt für britische Fahrzeuge, mit Exporten im Wert von rund 7,6 Mrd. £ pro Jahr.
Trump begründet seine Pläne mit dem Schutz amerikanischer Arbeitsplätze und Industrien, obwohl Experten vor möglichen Preiserhöhungen für Verbraucher warnen. Bei einem Treffen im Februar hatte der US-Präsident jedoch angedeutet, dass ein „echtes Handelsabkommen“ mit dem Vereinigten Königreich Zölle verhindern könnte.
Die genauen Auswirkungen auf die britische Wirtschaft bleiben ungewiss. Sie hängen nicht nur von der Höhe der Zölle ab, sondern auch von den Reaktionen der Regierung, Unternehmen und Verbraucher. Während Exporteure unter Druck geraten könnten, wäre die Preisentwicklung im Inland schwer vorhersehbar – insbesondere bei möglichen Vergeltungsmaßnahmen.
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