Die Polnische Zentralbank behält den Leitzins bei 5,75 %, um die wachsende Inflation und die möglichen Auswirkungen von Energiepreiserhöhungen auf die Wirtschaft zu bekämpfen. Prognosen für 2025 zeigen Wirtschaftswachstum.
Die polnische Zentralbank hat beschlossen, ihren Hauptzinssatz auf dem Niveau von 5,75 % zu belassen. Diese Entscheidung entspricht den Erwartungen von Analysten und wurde bei der Sitzung Mitte Januar 2025 bekannt gegeben. Der Zinssatz bleibt seit Oktober 2023 unverändert, und die Entscheidung spiegelt die derzeitige Haltung der Zentralbank wider, die letzten Monat von Adam Glapiński, dem Präsidenten der Polnischen Nationalbank, betont wurde. Bei der Sitzung im Dezember erklärte Glapiński, dass die Zinssätze bis zum Ende dieses Jahres nicht gesenkt werden dürften.
Zu den Hauptgründen für diese Entscheidung gehören die Bedenken hinsichtlich eines weiteren Anstiegs der Inflation sowie die Auswirkungen der Stärke des US-Dollars auf die Weltwirtschaft. Der Anstieg des Dollars ist das Ergebnis einer weiterhin aggressiven Geldpolitik der US-amerikanischen Zentralbank, was Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die nationale Wirtschaft hat. Darüber hinaus könnte das Auslaufen der Energiepreisobergrenzen in Polen im Jahr 2025 zu einem weiteren Anstieg der Inflation führen, was die Zentralbank davon abhält, eine Zinssenkung zu erwägen.
Laut den von dem Zentralen Statistikamt Polens (GUS) veröffentlichten Daten lag die jährliche Inflation in Polen im Dezember 2024 bei 4,7 %, was einen leichten Rückgang im Vergleich zu den prognostizierten 4,8 % darstellt. Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke blieben im Dezember stabil bei 4,8 %, während die Kosten für Kommunikation bei 4,1 % lagen. Die Transportkosten stiegen im Dezember langsamer auf -3,3 %, nach -4,1 % im November.
Andere Warenkategorien wie Alkohol und Tabak verzeichneten im Dezember einen Anstieg von 3,3 %, was einen Rückgang von 3,9 % im Vormonat darstellt. Auch die Preise für Kultur und Freizeit stiegen langsamer und lagen im Dezember bei 5,5 %, gegenüber 6,1 % im November. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Energie und Wohnen im Dezember schneller auf 10,1 %, nach 9,9 % im Vormonat. Die Kosten für Gesundheitsversorgung stiegen ebenfalls im Dezember auf 5,5 %, nach 5,3 % im November.
Trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Inflation wird erwartet, dass die polnische Wirtschaft im Jahr 2025 weiter wächst. Laut den Prognosen der Europäischen Kommission wird das polnische BIP im Jahr 2025 voraussichtlich um 3,6 % wachsen, was eine Steigerung im Vergleich zu 3 % im Jahr 2024 darstellt. Die Kommission weist darauf hin, dass der private Konsum und Investitionen, einschließlich EU-finanzierter öffentlicher Investitionen, die Haupttriebkräfte des Wachstums sein werden. Die Verbesserung des Exports, bedingt durch das wirtschaftliche Wachstum der wichtigsten Handelspartner, wird ebenfalls die polnische Wirtschaft unterstützen.
Die Inflation in Polen wird im Jahr 2025 voraussichtlich bei 4,7 % im Durchschnitt liegen, was einen Anstieg im Vergleich zu 3,8 % im Jahr 2024 darstellt. Prognosen deuten darauf hin, dass die Inflation 2026 wieder auf 3 % sinken wird. Die Arbeitslosenquote in Polen wird voraussichtlich im Jahr 2025 im Durchschnitt bei 2,8 % liegen und 2026 auf 2,7 % sinken, was eine Verbesserung gegenüber den 2,9 % im Jahr 2024 darstellt.
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