Europas Aktien stürzen um 5% – Banken im Abwärtsstrudel. US-Zölle und Rezessionsängste belasten Märkte. Deutsche Bank fiel 10,1%, Stoxx 600 verlor 5,1%. EU plant Gegenmaßnahmen.
Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag erhebliche Verluste, angeführt von Bankwerten, nachdem neue US-Zölle und wachsende Rezessionsängste die Anleger verunsicherten. Der Bankensektor büßte 8,5 % ein, nachdem er bereits am Vortag um 5,5 % gefallen war – ein deutliches Zeichen für die zunehmenden Sorgen um eine wirtschaftliche Abschwächung.
Als Reaktion auf die US-Maßnahmen verhängte China Zölle in Höhe von 34 % auf amerikanische Waren, was zu scharfen Reaktionen aus Washington führte. In Europa kündigte die Europäische Kommission Gegenmaßnahmen an, während der französische Präsident Emmanuel Macron europäische Unternehmen aufforderte, geplante Investitionen in den USA vorerst auszusetzen.
Der Stoxx 50 sank um 5,3 % auf 4.843 Punkte, den niedrigsten Stand seit Dezember. Der breiter gefasste Stoxx 600 verlor 5,1 % und schloss bei 496 Punkten, was einem wöchentlichen Minus von 8 % entspricht – dem stärksten Rückgang seit März 2022.
Unter den europäischen Banken verzeichneten die deutschen Institute Deutsche Bank und Commerzbank Rückgänge von 10,1 % bzw. 5,1 %. In Frankreich sanken die Aktien von Société Générale um 11 % und von BNP Paribas um 7,3 %. Spanische Banken wie Santander, Bankinter, CaixaBank und Sabadell verloren zwischen 9 % und 11 %.
Die Entwicklungen unterstreichen die anhaltende Volatilität an den Finanzmärkten, die durch handelspolitische Spannungen und makroökonomische Unsicherheiten geprägt ist.