Länder weltweit bereiten sich auf mögliche Handelszölle vor, die Donald Trump angekündigt hat. Von China bis Europa entwickeln sie Gegenmaßnahmen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern. Vergeltung ist unausweichlich.
Die Welt beobachtet nervös, ob und wie Donald Trump nach seinem Amtsantritt als US-Präsident seine drastischen Zollandrohungen umsetzen wird. Sollte er tatsächlich alles umsetzen, was er angekündigt hat, könnten US-Unternehmen mit zusätzlichen Importkosten von 640 Milliarden Dollar belastet werden, was gleichzeitig die Inflation im Inland antreiben würde. Sein Plan sieht vor, Zölle von 60 % auf chinesische Waren, 25 % auf Produkte aus Kanada und Mexiko sowie pauschale Zölle von bis zu 20 % auf andere Länder zu erheben.
Im Gegensatz zu 2017, als viele Regierungen von Trumps aggressiver Handelspolitik überrascht wurden, bereiten sich diesmal Hauptstädte wie Ottawa, Brüssel und Peking strategisch auf potenzielle wirtschaftliche Folgen vor. In Kanada hat die Situation eine intensive Debatte ausgelöst. Premierminister Justin Trudeau warnt davor, dass amerikanische Maßnahmen, die darauf abzielen, die kanadische Wirtschaft zu schädigen, auch negative Auswirkungen auf die Vereinigten Staaten selbst haben werden – insbesondere auf deren Verbraucher und Arbeitskräfte. Kanada bereitet Gegenmaßnahmen vor und erwägt dabei, seine Energieexporte als Druckmittel einzusetzen. Auf föderaler Ebene herrscht jedoch eine gewisse Uneinigkeit. Während der Premier von Ontario eine harte Haltung gegenüber Trump einnimmt, sucht Alberta den Dialog, um die Bedeutung seiner Öl- und Gasexporte hervorzuheben.
Mexiko, das ebenfalls von Trumps Drohungen betroffen ist, hat klare Signale gesetzt. Die neu gewählte Präsidentin Claudia Sheinbaum betont, dass jede von den USA verhängte Maßnahme mit gleicher Stärke beantwortet wird. Während Trump schärfere Kontrollen der Migration und Maßnahmen gegen den Drogenhandel fordert, hat Mexiko bereits Schritte eingeleitet, um diese Probleme anzugehen. Gleichzeitig betont die mexikanische Regierung die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und hofft, durch einen offenen Dialog eine Eskalation zu vermeiden.
In China hingegen bleibt die Lage angespannt. Trump droht mit Zöllen von bis zu 60 % auf alle chinesischen Importe und erwägt sogar höhere Sätze, falls es zu einem Konflikt um Taiwan kommen sollte. Die chinesische Regierung hat sich bisher zurückhaltend gezeigt, aber erklärt, dass sie ihre Interessen entschieden verteidigen wird. Experten erwarten, dass Peking eher auf wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen wie Einschränkungen für US-Unternehmen in China setzen wird, anstatt sich auf einen direkten Zollkrieg einzulassen.
Auch die Europäische Union bereitet sich vor. Sie plant, ihre Handelsbeziehungen zu diversifizieren und stärker auf Verteidigungsmechanismen zu setzen, um auf potenzielle US-Maßnahmen zu reagieren. Dabei steht sie jedoch vor internen Herausforderungen, insbesondere angesichts unterschiedlicher Interessen ihrer Mitgliedsstaaten.
Insgesamt versuchen Länder und Regionen weltweit, Strategien zur Abschwächung der möglichen wirtschaftlichen Schocks zu entwickeln. Doch trotz ihrer Bemühungen bleibt die Unsicherheit hoch, und viele hoffen, dass Trumps Eskalationsstrategie letztlich zu einem Kompromiss führen könnte.
Internationales Schuldnerregister
Stellen Sie durch eine detaillierte Überprüfung im Schuldnerregister sicher, dass Ihre finanzielle Historie wirklich sauber und schuldenfrei ist.